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Rekordgröße des Gemeinschaftsstandes
Speicherung von regenerativer Energie – der Schlüssel zur Energiewende
 
   
7. April 2014
   
Pressekonferenz: 7. April, 11:00-12:00
Wasserstoff und Batterien – Welcher Energiespeicher ist der richtige?
Ein Schwerpunktthema des Gemeinschaftsstandes ist die Speicherung von regenerativ erzeugter Energie z.B. aus Photovoltaik- und Windanlagen. Das Interesse am Thema zeigt sich in der größten Ausstellungsfläche seit Bestehen des Gemeinschaftsstandes. 158 Aussteller aus 22 Ländern präsentieren sich auf über 5.000 m² in Halle 27. Zum 20-jährigen Jubiläum wird der Gemeinschaftsstand um das Thema stationäre Batterien erweitert. "Brennstoffzellen und Batterien sind die Schlüsseltechnologien für die Energiewende, ob im Elektroauto oder für stationäre Speicher. Daher ist es nur konsequent, den Gemeinschaftsstand thematisch zu erweitern. Das ZSW stellt seine Aktivitäten über die gesamte Wertschöpfungskette zu Batterien und Brennstoffzellen auf der HANNOVER MESSE 2014 vor", so Prof. Dr. Werner Tillmetz, Vorstandsmitglied, ZSW Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg, Ulm, (D50).

Seit Beginn der Energiewende steigt der Anteil an fluktuierendem Strom aus Photovoltaik- und Windanlagen. Auftretende Überschussenergie kann sowohl in Batterien als auch durch die Produktion von Wasserstoff gespeichert werden.

NiMH Batterien als Energiespeicher
Nilar International, Täby, Schweden (C50) präsentiert modulare Bi-Polar Nickel Metal Hydrid Batterien auf dem Gemeinschaftsstand. Bei einem Überangebot von regenerativ erzeugtem Strom kann dieser in Batterien gespeichert und dann später bei Bedarf wieder ins Netz eingespeist werden, die Netzstabilität wird zudem erhöht.

Wasserstoff als Energiespeicher
Regenerativ erzeugter Strom kann zur Herstellung von Wasserstoff verwendet werden. Wasserstoff dient dadurch als Energiespeicher. Der Prozess zur Wasserstofferzeugung nennt sich Elektrolyse. Hierbei wird Wasser durch elektrische Energie in Wasserstoff und Sauerstoff gespalten. Hydrogenics, Mississauga, ON, Canada (C59) baut Anlagen in Megawattgröße. PEM Elektrolyse Stacks der neuesten Generation sind äußerst kompakt und benötigen pro Megawatt Leistungsaufnahme weniger als 1 m³ Bauraum. Die Verwendung des Wasserstoffs ist dabei vielseitig, z.B. Einspeisung ins Erdgasnetz, Methanisierung, Industrie, Rückverstromung und Fahrzeugbetankung.

Stromlückenfüller durch Kombikraftwerk
GP JOULE, Reußenköge (B40) stellt eine innovative Speicherlösung vor: den “Stromlückenfüller” - ein Modellprojekt für ein Kombikraftwerk Power-to-Gas-to-Power. Dabei wird Wasserstoff, der aus überschüssiger erneuerbarer Energie erzeugt wurde, zwischengespeichert. Je nach Bedarf wird der Wasserstoff dann zusammen mit Biogas aus der Biogasanlage in einem BHKW wieder verstromt und ins Stromnetz eingespeist. Die Gesamteffizienz bei der Strom- und Wärmenutzung liegt bei bis zu 95%. Das Projekt ist aktuell in der Realisierungsphase, für Ende 2014 ist der Probebetrieb geplant. BLUE HAMSTER: Stromversorgung “hausgemacht”
Die in einer Solar Anlage am Tag produzierte Energie wird in einer stationären Batterie gespeichert, am Abend kann so die elektrische Energie genutzt werden. Sollte der Akkuspeicher des BLUE HAMSTER von Mossau Energy, Aurich (E71) „voll“ aufgeladen und der Energiebedarf des Hauses gedeckt sein, wird die überschüssige Energie in Wasserstoff umgewandelt. Dieser kann dauerhaft in Tanks gelagert und bei Bedarf über die Brennstoffzelle wieder in elektrische Energie umgewandelt werden. Die Abwärme der Brennstoffzelle wird zur Heizungsunterstützung genutzt. Brennstoffzellen-Heizgerät in Großserie
Auf dem Stand der Initiative Brennstoffzelle IBZ, Oldenburg (E51) sind zahlreiche Brennstoffzellengeräte für die Hausenergieversorgung zu sehen. Die Viessmann Werke, Allendorf, zeigen ein Brennstoffzellen-Heizgerät, welches als erstes in Großserie produziert und auf dem europäischen Markt im April 2014 eingeführt wird. Die bei der Stromproduktion entstehende Wärme des Gerätes wird zum Heizen und für die Warmwasseraufbereitung genutzt. Voraussetzung ist ein Erdgasanschluss. Ein integrierter Reformer gewinnt aus dem Erdgas den notwendigen Wasserstoff. Multifunktionale Brennstoffzelle im Passagierflugzeug
Airbus, Hamburg zeigt auf dem Stand der NOW, Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie, (B56) ein Brennstoffzellen-Hilfstriebwerk für ein A 320 Flugzeug. Die Brennstoffzellen produzieren aus Wasserstoff und Sauerstoff elektrische Energie und ermöglichen einen emissionsfreien und geräuschlosen Flugzeugbetrieb am Boden sowie Effizienzvorteile in der Luft. Gleichzeitig können die Lärm- und Abgasemissionen an Flughäfen, z. B. durch elektrisches Rollen, verringert werden.

Brennstoffzellen Autos und Wasserstoff Betankung vor Ort
Auf dem 15.000 m² großen Ride + Drive Freigelände können die Besucher Brennstoffzellen Autos selber Probe fahren. Die Clean Energy Partnership CEP, Berlin stellt Fahrzeuge von Daimler, Audi, Opel, Honda, Hyundai und Toyota zur Verfügung. Betankt werden die Fahrzeuge vor Ort von der mobilen Wasserstofftankstelle von Linde.
In zwei Forumsbereichen auf dem Gemeinschaftsstand in Halle 27 erhalten die Messebesucher die Gelegenheit, sich zu informieren. Die Vorträge und moderierten Interviews werden zudem als Livestream im Internet übertragen. Der Gemeinschaftsstand befindet sich in Halle 27 direkt neben der MobiliTec, der internationalen Leitmesse für hybride & elektrische Antriebstechnologien, mobile Energiespeicher und alternative Mobilitätstechnologien.

Tobias Renz, Tobias Renz FAIR, Berlin
Tel.: +49 (0) 30 609 84 556 / Mobil: +49 (0) 177 52 18 535
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